Durchsuchen Sie unsere Seite

Kardiologie

Herzerkrankungen kommen sehr häufig bei unseren Haustieren vor. Nicht nur beim alten Patienten kann ein Herzleiden vorliegen, sondern es kann während jeder Lebensphase auftreten. Die Symptome sind sehr unterschiedlich. Oft kann der Körper die Fehlfunktion des Herzens eine Zeit lang noch kompensieren, so dass die Symptome unter Umständen auch erst im fortgeschrittenen Stadium auftreten.

Symptome eines Herzleidens können sein:

  • Husten, vor allem bei Anstrengung, Aufregung oder nachts
  • vermehrtes Hecheln, Kurzatmigkeit
  • Leistungsschwäche / Schlappheit
  • angestrengtes Atmen
  • vermehrtes Schlafbedürfnis
  • Unwille zu spielen
  • nächtliche Unruhe
  • Veränderung der gewöhnlichen Liegeposition (von Seitenlage in Brust-Bauch Lage; Vermeidung des Hinlegens)
  • Appetitlosigkeit vorwiegend bei Katzen
  • Anfallsgeschehen
  • plötzliches Umfallen
  • plötzlich Lähmung beider Hinterbeine mit Schmerzhaftigkeit (Katze)

Mein Tierarzt hat ein Herznebengeräusch bei meinem Tier festgestellt. Was bedeutet das?

Ein Herznebengeräusch beschreibt einen abnormen Klang des Herzens beim Abhören mit dem Stethoskop. Meist entstehen diese Geräusche durch eine Veränderung des Blutflusses im Herzen.
Dies ist häufig bedingt durch Erkrankungen der Herzklappen. Aber auch andere Erkrankungen mit einer normalen Herzfunktion, wie z.Bsp. eine Blutarmut, können zu hörbaren Nebengeräuschen führen.

Somit kann hinter einem Herznebengeräusch ein schwerwiegendes Herzproblem stecken oder auch eine kleine Klappenundurchlässigkeit, die keiner Therapie bedarf. Leider ist es gerade bei Katzen häufiger der Fall, dass trotz fehlendem Herznebengeräusch dennoch ein schwerwiegendes Herzproblem vorliegen kann.

Wann muss mein Tier kardiologisch abgeklärt werden?

Es gibt verschiedene Hinweise, dass ein kardiologisches Problem bei Ihrem Tier vorliegt und eine weiterführende Abklärung ratsam ist.

Wenn bei einer Katze in der Routineuntersuchung (zum Beispiel bei der Impfuntersuchung) ein Herznebengeräusch festgestellt wird, sollte der Patient eingehend kardiologisch (s.u.) untersucht werden. Katzen lassen sich eine Herzerkrankung oft lange Zeit nicht anmerken, so dass diese schon weit fortgeschritten sein kann, ohne dass sich Veränderungen im Verhalten des Tieres feststellen lassen oder man lediglich bemerkt, dass das Schlafbedürfnis zugenommen hat. Bei Hunden sind durch tägliche Spaziergänge oder Sport eher Symptome festzustellen, die auf ein Herzproblem hinweisen, so dass nicht jeder Hund mit einem Herznebengeräusch sofort einer kardiologischen Abklärung bedarf.
Die Notwendigkeit einer eingehenden kardiologischen Untersuchung wird mit dem behandelnden Tierarzt besprochen.

Mitunter kann bei bestimmten Rassen (z.B. Dobermann, Maine Coon) eine eingehende Herzuntersuchung bereits vor Feststellung eines Herznebengeräusches ratsam sein, da sie eine genetische Veranlagung zu bestimmten Herzerkrankungen haben.

Was ist eine eingehende kardiologische Untersuchung?

Zu einer eingehenden kardiologischen Untersuchung zählen verschiedene Untersuchungsverfahren, die individuell für jeden Patienten gewählt werden.

Bei jeder Untersuchung wird Ihr Tier klinisch untersucht (Beurteilung der Schleimhäute, Atmung, Puls, Körperinnentemperatur, Herz (Abhören mittels Stethoskop, etc.). Des Weiteren folgen in der Regel die Messung des Blutdrucks, Röntgenaufnahmen des Brustkorbs sowie eine Echokardiographie mit begleitendem Elektrokardiogramm (EKG).

Für eine eingehende kardiologische Untersuchung können Sie gerne einen Termin an unserer Rezeption vereinbaren. Die Untersuchungen dauern in der Regel ca. 45 – 60 Minuten. Viele unserer Patienten erleben zum ersten Mal die Situation eines Ultraschalls oder einer Blutdruckmessung, so dass sie etwas Zeit und Geduld benötigen, sich daran zu gewöhnen.