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Augen Diagnostik

Die Untersuchung auf vererbliche Augenerkrankungen ist von zunehmender Bedeutung für die Zucht von gesunden Hunden und Katzen. Schon lange werden Hunde auf das Vorliegen einer HD (Hüfgelenksdysplasie) oder ED (Ellbogendysplasie) geröntgt, eine Vielzahl weiterer Untersuchungen incl. genetischer Blutuntersuchungen werden mittlerweile bei Zuchttieren vorgenommen, um bei einzelnen Rassen vermehrt vorkommende Erkrankungen zu bekämpfen.

Bei der Augenuntersuchung wird Ihr Hund auf angeborene und vererbliche Erkrankungen untersucht.  Eine Erkrankung  kann angeboren, d.h. vom Zeitpunkt der Geburt an vorhanden sein, muss damit aber nicht unbedingt erblich sein. Eine Erkrankung ist dann als erblich einzustufen, wenn die Veranlagung des Elterntieres vorliegt, die Krankheit auf die Nachkommen zu übertragen.  Vererbliche Erkrankungen können von Geburt an vorliegen, können sich aber auch  im Verlauf des Lebens entwickeln und für den Untersucher dann erst erkennbar werden. Dies ist der Grund für mehrfache Untersuchungen der Zuchttiere im Abstand von einem (Rüden) bis zwei (Hündinnen) Jahren.

Die erste Untersuchung wird bei Collies und Colliekreuzungen schon im Alter bis zur 8. Lebenswoche durchgeführt, da bei diesen Rassen wachstumsbedingt spezielle vererbliche Veränderungen kaschiert werden können. Ansonsten liegt der richtige Zeitpunkt für die erste Untersuchung im Alter zwischen 1 und 1,5 Jahren.

Wie läuft denn eine Untersuchung auf vererbbare Augenkrankheiten ab?

  • Bitte machen Sie einen telefonischen Termin mit unserer Klinik aus. Am Tag der Untersuchung bringen Sie bitte folgende Unterlagen mit:
  • Stammbaum Ihres Hundes
  • Bestimmungen Ihres Zuchtverbandes zur Augenuntersuchung
  • bisherige Untersuchungsunterlagen von Augenuntersuchungen
  • Ergebnisse von schon durchgeführten genetischen Blutuntersuchungen

Ihr Hund darf am Tage der Untersuchung ganz normal fressen und trinken. Nach Anmeldung Ihres Tieres wird von einem unserer Kundenbetreuer das für die Untersuchung benötigten Formulare im Internet bearbeitet. Anschließend wird die erste Untersuchung im Augenuntersuchungsraum durchgeführt:

  • eine Spaltlampenuntersuchung der Augenlider, der Hornhaut, der vorderen Augenkammer und der Iris
  • bei einigen Vereinen wird eine Kammerwinkeluntersuchung gefordert, diese Untersuchung wird anschließend durchgeführt, gegebenenfalls auch eine Augendruckmessung
  • danach bekommt Ihr Hund Augentropfen zur Weitstellung der Pupille. Diese Tropfen werden nach 10 min. nochmals eingetropft

Nach weiteren 10 min. werden Sie zum zweiten Teil der Untersuchung aufgerufen:

  • Zunächst wird mit der Spaltlampe nochmals die vordere Augenkammer und die Regenbogenhaut untersucht, anschließend die Linse und Teile vom Glaskörper.
  • Unter Verwendung des indirekten Ophthalmoskopes werden die Strukturen des Glaskörpers sowie die Netzhaut mit Sehnervkopf beurteilt.
  • Sollten Veränderungen am Auge vorliegen, werden diese mit Hilfe einer digitalen Kamera dokumentiert. Dies dient der Qualitätssicherung sowie zur Hilfe der Beurteilung von fortschreitenden Veränderungen einer Erkrankung (Linsentrübung, Netzhauterkrankungen etc.)

Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, den Untersuchungsgang zeitgleich an einem Monitor im Untersuchungsraum mit zu verfolgen. Nach Beendigung der Untersuchung erhalten Sie eine Ausfertigung des erstellten Gutachtens für Ihre Unterlagen. Zwei weitere Ausfertigungen werden zeitgleich an Ihren Verein und den DOK gemailt.